Kurz erklärt

POETRY SLAM
"Nur Du, Dein Text und das Publikum!"

Willkommen zum abwechslungsreichsten und interaktivsten Live-Literatur-Format der Gegenwart.

Beim Poetry Slam dreht sich alles um selbst verfasste Texte und die dazugehörigen Performances, mit lauten und leisen Tönen, im weiten Feld zwischen Lyrik, Comedy, Kabarett, Prosa, Rap und Dada.

Egal ob Kurzgeschichte oder Gedicht, abgelesen oder auswendig dargeboten, geschrien oder geflüstert – alles ist möglich, solange es der eigenen Feder entstammt und in ein schmales Zeitfester von sieben Minuten passt.  Instrumente, Verkleidungen und sonstige Hilfsmittel sowie durchgängiger Gesang sind allerdings tabu.

Wer die Trophäe des Abends am Ende mit nach Hause nehmen darf, entscheidet einzig und allein die schönste Jury der Welt, nämlich das Publikum. In den Vorrunden entscheidet ein zufällig ausgewählte Publikumsjury mit Wertungen von 1-10, im Finale siegt dann schließlich der Text, der den lautesten Applaus im Saal auslöst.

Angefangen hat die Reise des Poetry Slams 1986 in Chicago mit Marc Kelly Smith in der Jazzkneipe „The Green Mill“. Zeitgleich entstand in Frankfurt a. M. eine ähnliche Live-Literatur-Show mit dem Titel „Jeder darf mal ran“. Der Erfolg des Formats reißt seither nicht ab und ist sowohl aus dem amerikanischen wie dem deutschsprachigen Raum nicht mehr wegzudenken. Inzwischen finden regelmäßig Weltmeisterschaften mit Teilnehmer:innen aller Kontinente statt.

Seit 2016 werden die deutschsprachigen Poetry Slams von der UNESCO außerdem als immaterielles Kulturerbe geführt.